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Newroz-Deklaration der PKK
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Newroz-Deklaration der PKK

Newroz-Deklaration der PKK
Die Formierungsphase der „Apoisten“ hin zu einer Partei begann an Newroz 1973. Den Grundstein der #PKK# legten #Abdullah Öcalan# und seine Freunde am Çubuk-Staudamm im Ankara.
Die Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) hat aus Anlass des kurdischen Neujahrsfestes Newroz eine Deklaration veröffentlicht:

„Als Freiheitsbewegung Kurdistans und des kurdischen Volkes steht uns ein neues Newroz-Fest bevor. Newroz ist unser Fest der Einheit, des Widerstands und der Freiheit. Es ist eines der ältesten Freiheitsfeste der Menschheit. Mit dem Aufbruch von Rêber Apo [Abdullah Öcalan] und der PKK sind die Newroz-Feste noch schöner, bedeutsamer und ihrem ursprünglichen Wesen entsprechend geworden. So wie die Natur im Frühling ihre Blüten öffnet, erneuern auch wir uns bei jedem Newroz-Fest; wir sind erfüllt vom Geist und Bewusstsein von Einheit, Widerstand und Freiheit.

Als ein Volk und eine Bewegung begehen wir Newroz mit unseren Freundinnen und Freunden in dieser Intensität und mit diesen Gefühlen und Gedanken. In diesem Sinne begrüßen wir das neue Newroz-Jahr. In allen Teilen Kurdistans und auf der ganzen Welt werden begeisterte Newroz-Feste gefeiert. Wo immer es patriotische Kurdinnen und Kurden gibt, wird Newroz begangen. Wir glauben, dass das Gefühl der Feierlichkeit das ganze Jahr über andauern und unser Kampf für Freiheit und Demokratie kontinuierlich wachsen wird, indem wir jeden Tag zu Newroz machen. In diesem Sinne gratulieren wir Rêber Apo, allen unseren Parteigenoss:innen, unserem patriotischen Volk und unseren revolutionär-demokratischen Freund:innen zum Newroz-Fest und wünschen ihnen den größten Erfolg im neuen Jahr. Wir begrüßen den Befreiungskampf, der auf Imrali initiiert wurde und für die physische Freiheit von Rêber Apo in den Bergen, den Städten und den Kerkern weitergeht. Wir gedenken mit unseren Newroz-Gefallenen Mazlum Doğan und Zekiye Alkan all unseren tapferen Gefallenen mit Respekt, Liebe und Dankbarkeit. Wir rufen unser Volk und unsere Freund:innen dazu auf, jeden Tag dieses Jahres im Widerstand wie zu Newroz zu begehen.

„Beginn des apoistischen Marsches in die Freiheit“

Newroz 2022 markiert bekanntlich den Beginn des fünfzigsten Jahres des mit dem Anfang des Gründungsprozesses der PKK eingeleiteten Aufbruchs und des Marsches in die Freiheit. Der apoistische Aufbruch begann Newroz 1973. Die Gruppe der Apocu, welche den historischen Ursprung der PKK bildete, wurde Newroz 1973 bei einem Treffen am Çubuk-Damm in Ankara gegründet. So brachte die apoistische Freiheitsbewegung in der Finsternis des faschistischen Militärputsches vom 12. März 1971 ein Licht des Widerstands hervor. Dieser Marsch der Wahrheit geht nun in sein fünfzigstes Jahr. Newroz steht damit auch für die Realität des Apoismus. Die PKK wurde als Newroz-Partei geboren und hat sich auf dieser Grundlage entwickelt. Unter der Avantgarde von Rêber Apo und der PKK ist das kurdische Volk zu einem Newroz-Volk mit einem Freiheitskampf, der seit 49 Jahren geführt wird, geworden. Es ist das erste Mal in der Geschichte Kurdistans, dass es einer Freiheitsbewegung und Partei gelungen ist, fünfzig Jahre lang ohne Unterbrechung zu kämpfen und historische Erfolge zu akkumulieren.

Auf dieser Grundlage begrüßen wir das fünfzigste Jahr des Aufbruchs der apoistischen Bewegung und der Geburt der Freiheitsbewegung. Wir beglückwünschen das kurdische Volk, die Frauen und die Jugend dafür, dass es ihnen gelungen ist, eine Realität der Führung und eine Partei zu schaffen, die unermüdlich unter unglaublich schwierigen Bedingungen in das fünfzigste Jahr des Kampfes gehen. Wir gedenken der heldenhaften Gefallenen dieses Freiheitsmarsches mit Respekt und Dankbarkeit und ehren die Gefallenen in Person der Genoss:innen Haki Karer, Mazlum Doğan, Hayri Durmuş, Kemal Pir, Sakine Cansız, Mehmet Karasungur, Egîd, Berîtan und Zîlan. Wir wiederholen hier nochmals unser Versprechen, ihre Ziele zu erreichen.

„Rêber Apo hat uns vom rückständigen System befreit“

Derjenige, der am härtesten für diesen ein halbes Jahrhundert andauernden, unendlich bedeutenden Freiheitsmarsch gearbeitet hat, ist zweifelsohne Rêber Apo. Rêber Apo hat diesen großen Kampf begonnen, die schwerste Last getragen und die schwierigsten Aufgaben bewältigt. Er ist derjenige, der uns Militante, Partei und Volk von einem rückständigen völkermörderischen System befreit hat und uns den Weg für ein freien Lebens geöffnet hat. Er hat diesen Weg zur Freiheit zu einem unumkehrbaren Prozess gemacht und ihn immer weiter erleuchtet. Deshalb können wir ihm aus tiefstem Herzen unseren Respekt, unsere Liebe und unsere Wertschätzung für diese großartigen Arbeiten und Hingabe mitteilen. Es ist notwendig, die Wahrheit von Rêber Apo tiefgreifend zu verstehen und sie mit Erfolg anzuwenden. Das wissen wir und erklären, dass wir uns im fünfzigsten Kampfjahr jeden Moment dementsprechend verhalten werden.

Unsere tapferen Gefallenen trugen den Freiheitsmarsch von Rêber Apo im vergangenen halben Jahrhundert. Sie waren diejenigen, die den Kampf unumkehrbar machten und die Garanten des Sieges sind. Neben Rêber Apo waren es die Gefallenen, von denen wir gelernt und die uns organisiert, geeint und geführt haben. Die Gefallenen schufen unsere Ausdauer und Entschlossenheit zum Erfolg. Ohne sie wären wir nicht in der Lage, auch nur einen einzigen Schritt tun. Wir als Bewegung und Volk sind auf den Spuren der Gefallenen zu dem geworden, was wir heute sind. Deshalb ist es wichtig, die Realität der Gefallenen zu begreifen und sie erfolgreich und zusammen mit der apoistischen Wirklichkeit in unsere Praxis einzubringen. Wir werden unserer Gefallenen immer voller Respekt und Dankbarkeit gedenken. Unser Freiheitsmarsch im fünfzigsten Jahr wird auf dieser Linie stattfinden.

„Dank an alle, die zum Freiheitsmarsch beigetragen haben“

Unser wichtigster Widerstand ist zweifellos der unserer mutigen Guerilla, die aufopferungsvoll an der Front kämpft. Die kurdischen Frauen, die Jugend und das kurdische Volk haben ihren Mut von der Opferbereitschaft der Guerilla erhalten und einen fünfzigjährigen Marsch zur Freiheit geschaffen. Alle unterdrückten Völker, insbesondere die Völker der Türkei, das palästinensische und arabische, das armenische Volk und die Suryoye, die unterdrückten Klassen und die demokratische Menschheit leisteten wertvolle Unterstützung und Beiträge auf diesem bedeutsamen Weg. Zu diesem Anlass grüßen wir alle, die zu diesem Freiheitsmarsch beigetragen haben, voller Respekt und Liebe.

1-Wie kam es zu dieser Geburt?
Die apoistische Ära in Kurdistan ist nicht aus heiterem Himmel oder mühelos geboren. Auch die PKK nahm nicht spielend den Status einer Freiheitsbewegung an. Im Gegenteil, alles geschah unter großen Schwierigkeiten und Unmöglichkeiten. Die Bedingungen waren in jeder Hinsicht ungünstig und arbeiteten gegen uns. Das kurdische Volk befand sich in einem Prozess der nationalen Auslöschung. Das faschistische, koloniale und genozidale System funktionierte perfekt. Mit den Worten von Rêber Apo: „Es gab keinen einzigen Kurden mehr, der nicht sein eigenes Wesen verraten hatte“. In einem solchen Umfeld gelang es Rêber Apo und der PKK, sich trotz aller Schwierigkeiten gegen alle Widrigkeiten zu behaupten. Das kurdische Volk, das sich in einer sehr schwachen Position befand, schaffte es ebenfalls, einen starken Wegweiser in die Freiheit und eine ebensolche Bewegung zu schaffen.

Kurdistan ist bekanntlich eine Region, in der sich die Gesellschaftlichkeit zuerst entwickelt hat. Das kurdische Volk gehört zu den ältesten Völkern. Die von Frauen geführte neolithische Revolution, die dörfliche Agrarrevolution hat sich in dieser Geographie am tiefsten und umfassendsten entwickelt, und das kurdische Volk hat mit dieser Revolution die historische Akkumulation im höchsten Maße hervorgebracht. Das System aus Staat und Macht, das die tiefste Korrumpierung in der Geschichte der Menschheit darstellt, entstand und setzte sich durch, indem es sich aus dieser Akkumulation speiste. Aus diesem Grund fanden ununterbrochen Invasionen- und Besatzungsangriffe gegen die Gebiete Kurdistans statt. Die Kurd:innen, die als Erschaffende der Gesellschaftlichkeit gelten, mussten sich diesen Angriffen ständig widersetzen. Folglich ist die Geschichte Kurdistans eine Geschichte der Besatzung, der Invasion und der kriegerischen Angriffe sowie des Widerstands des Volkes gegen diese Angriffe.

Wir werden diese Geschichte hier nicht im Detail beschreiben oder erklären. Aber die Kenntnis der grundlegenden Schritte der Gesellschaftsentwicklung und ein historisches Bewusstsein darüber sind notwendig, um Freund und Feind richtig zu erkennen und einen erfolgreichen Freiheitskampf zu führen. Trotz aller Invasions- und Besatzungsangriffe und der schweren Verwüstungen, die bereits in der frühesten Zeit verursacht wurden, sind die Gemeinschaften, die später mit dem Namen Kurd:innen identifiziert wurden, nicht schwach, sondern im Gegenteil, sie sind in vielerlei Hinsicht stark. Eine ähnliche Situation lässt sich auch für die erste Periode des Mittelalters beschreiben. Probleme und negative Entwicklungen in Kurdistan begannen hauptsächlich im zweiten Abschnitt des Mittelalters. Obwohl das kurdische Volk im Osmanischen Reich als „loyale Nation“ angesehen wurde und gewisse Möglichkeiten hatte, änderte sich diese Situation ab der Mitte des 17. Jahrhunderts und die Bedingungen verschlechterten sich.

Die erste dauerhafte Teilung Kurdistans fand zwischen dem Osmanischen Reich und Persien mit dem Vertrag von Qasr-e Schirin 1639 statt. Obwohl kurdische Fürstentümer innerhalb des Reiches entstanden, wurden sie zu einem Faktor der Spaltung und der Kollaboration mit dem Feind da sie nicht in der Lage waren, sich zu vereinen. Seit Beginn des 19. Jahrhunderts, als sich die Angriffe der von Europa ausgehenden kapitalistischen Moderne immer mehr auf den Nahen Osten richteten, begann in Kurdistan eine Zeit von Erhebungen. Die durch die europäische Moderne geschwächte osmanische Zentralregierung wandte sich Kurdistan zu, um mehr Steuern einzutreiben und Soldaten zu rekrutieren, und besetzte Kurdistan im Zuge der Kämpfe mit den kurdischen Fürstentümern erneut. Die unterdrückten kurdischen Fürstentümer hingegen wurden in das staatliche System eingegliedert und unter der Herrschaft von Abdulhamid durch verschiedene Maßnahmen aufgelöst.

Während des Ersten Weltkriegs litt die kurdische Bevölkerung wie alle anderen Komponenten der Gesellschaft unter schwerer Unterdrückung der Herrschaft des Komitees für Einheit und Fortschritt. Mit der türkisch-islamistischen Mentalität und Politik, die die damalige osmanische Regierung beherrschte, wurden Genozide am armenischen, griechischen und assyrischen Volk sowie am kurdischen Volk eingeleitet. Das von Großbritannien und Frankreich nach dem Krieg im Nahen Osten geschaffene nationalstaatliche System teilte Kurdistan in vier Teile und stellte jeden Teil unter die Herrschaft eines anderen nationalstaatlichen Systems. So wurde der Prozess der geplanten Verleugnung und Zerstörung des kurdischen Volkes vertieft.

Im zweiten und dritten Viertel des 20. Jahrhunderts gab es in Kurdistan Völkermorde mit diesem Ziel. Die Staaten Iran, Irak und Syrien, insbesondere aber die Türkei, setzten ihren Auslöschungsplan um, indem sie die Existenz der Kurd:innen leugneten. Alle Widerstände, die in den Teilen Kurdistans gegen die genannten Angriffe aufkamen, wurden niedergeschlagen und zerschlagen. Infolge des Algerien-Abkommens zwischen dem Iran und dem Irak von 1975 endete der von der PDK (Demokratische Partei Kurdistans) geführte Widerstand mit einer Niederlage. Damit war es nicht mehr möglich, einen neuen Widerstand gestützt von den traditionellen Hegemonialmächten in Kurdistan zu organisieren. Kurdistan stand nun unter einer vollständigen Kolonialherrschaft, die darauf abzielte, die Existenz des kurdischen Volkes vollständig auszulöschen.

Als Rêber Apo die Bühne der Geschichte betrat, ging er von der Analyse aus: „Kurdistan ist eine Kolonie“. Rêber Apo erkannte jedoch bald, dass die Praktiken in Kurdistan den klassischen kolonialen Praktiken anderswo in vielen Bereichen nicht ähnelten und die Situation noch gravierender war. Er konzentrierte sich daher auf das Konzept des Völkermords, stellte aber fest, dass der Völkermord in Kurdistan nicht mit den anderen Genoziden vergleichbar war. So wurden beispielsweise die armenischen, assyrischen und griechischen Völker einem Völkermord auf der Grundlage von Massakern und Exilierung unterworfen, aber ihre nationale Identität wurde nicht geleugnet. Die Politik des kurdischen Völkermords hingegen leugnet neben physischen Massakern, Deportation und demografischen Veränderungen die kurdische nationale Identität und sieht eine Assimilierung vor. Das schließt einen Ethnozid und die Vernichtung der Nation ein. Eine solche Praxis des Völkermords hat es in keinem anderen Land gegeben.

Es ist offensichtlich, dass der Ethnozid zu den invasivsten und zerstörerischsten Praktiken eines Genozids gehört. Die Situation in Kurdistan geht über den klassischen Kolonialismus hinaus und umfasst sowohl die ökonomische Ausbeutung auf der Grundlage politischer und militärischer Vorherrschaft sowie den klassischen Völkermord, der physische Massaker und Deportation einschließt. Hier werden nicht nur wirtschaftliche Ressourcen ausgebeutet und geplündert, sondern auch die nationalen und kulturellen Werte des kurdischen Volkes. Hier gibt es nicht nur um Massaker und Deportation, sondern auch die Praxis, alle menschlichen und nationalen Werte wie Sprache, Kultur, Geschichte und Mentalität zu zerstören und sie durch fremdnationale Eigenschaften zu ersetzen. Mit anderen Worten, die kurdische Nation als Summe ihrer Identitäten und Werte wird zerstört und durch türkische Werte ersetzt. Die kurdische Identität wird durch eine mehrdimensionale und äußerst scharfe Assimilationspolitik vernichtet; die Kurd:innen auf diese Weise türkisiert. Dies zerstört nicht nur die nationalen Werte der Kurd:innen, einem der ältesten Völker, sondern führt auch zu einer Situation, in der das kurdische Individuum „nicht es selbst sein kann, keine Zukunft für sich selbst vorhersehen kann, sondern für andere denken, arbeiten und leben muss“. Dies ist das Ausmaß der Sklaverei, die dem kurdischen Volk auferlegt wurde.

Dies war die Situation in Kurdistan, als Rêber Apo auftrat. Die konkrete Situation bzw. die objektiven Bedingungen waren völlig konträr für die kurdische Nationalisierung. Unter der kolonial-genozidalen kapitalistischen Expansion gab es keine Bildung einer kurdischen Nation, stattdessen entwickelte sich der türkische, arabische und persische Nationalismus in Kurdistan. Auf dieser Grundlage wird die Existenz des kurdischen Volkes schrittweise zerstört und aus der Geschichte getilgt. Es gibt fast kein kurdisches Individuum und keinen kurdischen Wert, der nicht von dieser Situation betroffen ist. Kurz gesagt, alles steht der kurdischen Existenz und Freiheit im Wege. Die apoistische Führung entstand auf der Grundlage der Feststellung dieser Tatsache, entwickelte sich aber nicht, indem sie sich auf die objektive Lage stützte, sondern indem sie ihr widersprach und mit ihr den Konflikt suchte. Sie entfaltete sich nicht auf Basis der Möglichkeiten und Chancen, die die objektive Lage bot, sondern auf jener des Bewusstseins, der Organisierung und den Handlungen von Rêber Apo, den Kadern und des Volkes.

Abdullah Öcalan war seit seiner Kindheit skeptisch gegenüber dem ihm zugewiesenen Leben und auf der Suche nach etwas anderem. Nachdem er die Probleme in der Familie und der Gesellschaft beobachtet hatte, suchte er nach neuen Lösungswegen. Zunächst führte ihn seine Suche in Amara und Nizip zu einem religiösen Ansatz, dann lernte er während seines Studiums an der Berufsschule für Grundbuch- und Katasterwesen in Ankara linke Ideen kennen und wurde Sozialist. Bald darauf lernte er die kurdische Gemeinschaft in Amed und die politischen Tendenzen in der Gesellschaft näher kennen. In Istanbul hatte er die Möglichkeit, die Realität der Türkei und ihrer revolutionär-demokratischen Bewegung aus nächster Nähe zu beobachten.

Eine wirkliche Zeit der Seklusion begann für Rêber Apo mit seiner Inhaftierung im Kerker von Mamak in Ankara, wo er ab April 1972 sieben Monate lang festgehalten wurde. Im Zusammenleben mit Haki Karer und Kemal Pir im Winter 1972/73 setzte er seine intellektuelle Fokussierung fort und kam zu dem Schluss, dass „Kurdistan eine Kolonie ist“. Haki Karer und Kemal Pir waren die ersten, die diese Worte hörten, die Wahrheit darin erkannten und Rêber Apo uneingeschränkt die Treue hielten. Später wurde auf der Grundlage dieser Definition das Treffen am Çubuk-Damm abgehalten, und die Gruppe der Apoisten wurde gegründet, indem fünf junge Kurden, darunter der Genosse Fuat, sich zu dieser Idee bekannten. Alle Fortschritte in Kurdistan wurden auf der Grundlage dieser Bewusstseins- und Organisierungsarbeit erzielt.

Bei genauer Betrachtung können wir erkennen, dass dieser Vorstoß die Form einer vollständigen Wiedergeburt hat. Er basiert auf Selbsterziehung, intellektueller Konzentration, einem neuen Bewusstsein, dem Ausbrechen aus dem bestehenden System und dem Heranreifen zu einem freien Individuum. Als Rêber Apo das Bewusstsein der Freiheit erreichte, löste er sich im Wesentlichen von dem fünftausend Jahre alten System aus Macht und Herrschaft und der fünfhundert Jahre alten Ordnung der kapitalistischen Moderne. Und er begann, ein neues freies Lebenssystem auf der Grundlage der kurdischen Befreiung zu schaffen. Der Bruch mit der bestehenden Ordnung ist die Voraussetzung für die Teilnahme an der apoistischen Bewegung. Die Teilhabe an Rêber Apo und der apoistischen Bewegung erforderte diesen Bruch. Dies bedeutete im Wesentlichen eine Revolution der Persönlichkeit. Gegen die Zerstörung der kurdischen Gesellschaft durch einen Ethnozid begann die apoistische Bewegung den Prozess der Befreiung des kurdischen Volkes auf der Grundlage der Revolution der Persönlichkeit.

Die erste Geburt und die Entwicklung verliefen natürlich mit großen Schwierigkeiten – so stark, dass Gefühle der Ohnmacht aufkamen. Dieser Zustand zog sich durch die Entwicklung der Gruppe der Apoisten und der PKK. Rêber Apo hat seinen Arbeitsstil stets mit den Worten umschrieben, „den Brunnen am Nullpunkt beginnend mit einer Nadel graben“. Kemal Pir erklärte, dass sie, wenn nötig, drei Stunden oder, wenn nötig, dreihundert Stunden redeten, um eine Person für die Gruppe zu gewinnen. Zweifellos wurde diese Situation durch die Schwierigkeiten verursacht, mit der gegebenen Ordnung zu brechen. Chauvinistisch und sozialchauvinistisch gesinnte Gruppen in der Türkei verspotteten aus ihrem suprematistischen Ansatz und ihrer Arroganz heraus die neue apoistische Gruppierung; primitive und reformistische kurdische Nationalisten hingegen versuchten, die Gruppe durch verschiedene Zuschreibungen als „Agentennetzwerk des Feindes“ zu kriminalisieren. Sogar sein Vater riet Rêber Apo: „Ich habe gehört, dass du ein kurdischer Aktivist geworden bist, das ist gefährlich. Es ist besser, links zu sein, wie du es früher warst.“ Der Geburts- und Gruppierungsprozess Rêber Apos hat Fortschritte hemacht, indem er gegen all diese Auswirkungen des kulturellen Genozids gekämpft und Schwierigkeiten überwunden hat.

2. Wie sind 49 Jahre vergangen?
Die Umstände des Entstehens zeigen deutlich, wie der seit 49 Jahren andauernde historische und richtungsweisende Marsch durch den Kampf gegen große Schwierigkeiten und Hindernisse zustande kam. Es ist nicht schwer zu erkennen, dass die faschistische, kolonialistische und genozidale Mentalität und Politik vom ersten Moment an mit aller Macht versucht haben, die neue freiheitliche Geburt zu ersticken. Zweifellos erfolgten die ersten Angriffe auf ideologischer Ebene und versuchten auf dieser Grundlage, die neu entstandene Geisteshaltung der Freiheit zu unterdrücken.

Die ideologischen Angriffe gegen die apoistische Freiheitsbewegung erfolgten in zwei Dimensionen. Die erste ist der Angriff des türkischen Sozialchauvinismus, der auf der kolonial-genozidalen türkischen Hegemonie über Kurdistan basiert. Die andere ist der Angriff des primitiven kurdischen Nationalismus, der auf den grobpatriarchalen Stammesfeudalismus als vorherrschende gesellschaftliche Form zurückgreift, und des reformistisch-unterwürfigen kurdischen Nationalismus, der auf dem assimilierten Kleinbürgertum basiert, das vom kolonialistisch-genozidalen Kapitalismus in Kurdistan geschaffen wurde. Diese Bewegungen, die sich als Eigentümer Kurdistans und der kurdischen Gesellschaft betrachteten, haben zu einer umfassenden Offensive gegen die neu entstehende apoistische Ideologie der Freiheit ausgeholt. Dieser Angriff war so heftig, dass der ideologische Kampf auf dieser Grundlage manchmal den Punkt des Streits und des Konflikts erreichte. Am Ende ging die apoistische Fraktion als Sieger aus diesem richtigen, gerechten und sehr effektiv geführten ideologischen Kampf hervor.

Nachdem der türkische Nationalstaat festgestellt hatte, dass der Sozialchauvinismus und der primitiv-reformistische kurdische Nationalismus an der ideologischen Gruppierung der Apoisten scheiterten, musste er für seine Angriffe ab dem Frühjahr 1977 auf geheimdienstliche Mittel zurückgreifen. Selbst wenn die vom türkischen Staat in Antep und Ankara durchgeführten Angriffe am 18. Mai 1977 zur Exekutierung von Haki Karer, einem führenden Kader der Gruppe, führten, konnte die Zerschlagung der Apoisten nicht erreicht werden. Im Zuge dessen wurden parallel zu den stattfindenden Anschlägen der paramilitärisch-faschistischen MHP gegen die revolutionäre Jugendbewegung in der Türkei auch die Angriffe auf die apoistische Befreiungsbewegung intensiviert, indem in Kurdistan ein Netzwerk aus geheimdiensttreuen Strukturen, Institutionen und Personen hochgezogen wurde. Auf der Grundlage der Widerstände in Hilvan und Siverek setzte sich der revolutionäre Kampf gegen diese Spionagestrukturen durch und die Kader der Bewegung waren in der Lage, das Volk zu erreichen. Als Ergebnis entstand die Federführung der PKK und ein neuer kurdischer Volksaufstand.

Es ist bekannt, dass die Antwort des kolonialen und genozidalen Systems auf diesen Durchbruch der faschistisch-militärische Putsch vom 12. September 1980 war. Auf dieser Grundlage sollte die PKK durch die Kenan-Evren-Junta zerschlagen, ein neuer Verrat innerhalb der PKK durch die im Kerker von Diyarbakır unter Folter betriebene Praxis von Kollaboration herbeigeführt und damit der apoistische Geist der Freiheit, des Bewusstseins und des Willens gebrochen werden. Dieser kolonial-genozidale Angriffsplan wurde mit dem Großen Gefängniswiderstand vom 1982, der Organisierung der Ausreise unter der Führung von Rêber Apo und dem revolutionären Vorstoß der Guerilla am 15. August 1984 gebrochen und besiegt.

Daraufhin wurde der in Artikel 5 des NATO-Vertrages geregelte Bündnisfall ausgelöst und der kolonialistisch-genozidale Krieg gegen die PKK in Kurdistan ab 1985 von Seiten der NATO übernommen. Auf dieser Grundlage wurde in den Jahren 1987/88 ein international durchgeführter Überfall auf die PKK realisiert, indem im Juli 1987 zunächst der Ausnahmezustand (über die kurdischen Regionen in der Türkei) ausgerufen; der Erste Golfkrieg beendet, der „Düsseldorfer PKK-Prozess“ in Europa organisiert und versucht wurde, den Verrat wieder aufleben zu lassen. So sollte die Guerilla zerschlagen, Rêber Apo neutralisiert, die PKK, die in Diyarbakır nicht hatte über sich richten lassen, diesmal in Deutschland verurteilt und in das auf Kollaboration und Verrat basierende System zurückgedrängt werden. Es waren Rêber Apo, der Guerillawiderstand und der Kampf im europäischen Kerker, die diesen Plan vereitelt haben.

Der zweite Angriffsplan der NATO gegen die PKK war der Südkrieg im Oktober 1992. Die kriegsführende Koalition setzte sich aus den Peschmerga der PDK und YNK zusammen, welche die Politik der kurz zuvor im Verlauf der „Operation Provide Comfort“ errichteten Autonomen Region Kurdistan bestimmten und vom türkischen Staat unterstützt wurden. Mit einem solchen Krieg wurde versucht, das Eindringen der PKK in Südkurdistan zu verhindern, ihr Potenzial zur Schaffung von befreiten Gebieten zu zerstören und ihre Strukturen im Norden einzukesseln. Im Rahmen dieser Absichten wurden der PKK einige Schläge versetzt; das Hauptziel, die Guerilla zu zerschlagen und die Bewegung zu liquidieren, konnte nicht erreicht werden.

Der letzte Angriff der NATO gegen die PKK ist das internationale Komplott, das am 9. Oktober 1998 seinen Anfang nahm und immer noch andauert. Dieser Angriff, der institutionell von der US-Regierung organisiert und koordiniert wurde, richtete sich direkt gegen den Vorsitzenden Abdullah Öcalan. Die US-Administration griff auf die Unterstützung aller Regierungen und staatlichen Kräfte zurück, die sie benötigte, und wandte verschiedene Methoden gleichzeitig an, um einen totalen Vernichtungsangriff für das erstrebte Ziel, die PKK zu liquidieren und Rêber Apo zu neutralisieren, umzusetzen. Auf diese Weise sollte der Genozid am kurdischen Volk vollbracht werden. Gegen diese Phase des Angriffs, die von den Regierungen von Mesut Yılmaz, Bülent Ecevit und Tayyip Erdoğan getragen wurde und weiterhin wird, und ihren vorläufigen Höhepunkt im Komplott vom 15. Februar fand, leisten unsere Partei, unser Volk und unsere Freund:innen seit bald 24 Jahren einen unerbittlichen Kampf um Freiheit und Demokratie. Sie wollten Rêber Apo an einem einzigen Tag ausschalten, doch es ist ihnen nicht gelungen.

Ohne Zweifel haben die Geistesgröße Rêber Apos, seine Entschlossenheit, Kreativität und der von ihm herbeigeführte Paradigmenwechsel eine entscheidende Rolle im Widerstand gegen das internationale Komplott gespielt, der für das kurdische Volk und darüber hinaus von existenzieller Bedeutung ist. Der selbstlose Widerstand jener, der sich mit der Maxime ‚Ihr könnt unsere Sonne nicht verdunkeln‘ zustande kam, und tausende Gefallene dieses bald 24-jährigen Kampfes bildeten einen Feuerkreis um Rêber Apo und verteidigten ihn. Seit fast 24 Jahren setzen sich unsere Kräfte der Guerilla, Frauen- und Jugendbewegungen, unsere patriotischen Menschen aus allen Lebensbereichen und unsere revolutionär-demokratischen Freundinnen und Freunde ohne Pause dafür ein, das Februar-Komplott zu besiegen und das Isolations- und Foltersystem von Imrali zu durchbrechen.

Die apoistische Freiheitslinie und die PKK ließen weder in Diyarbakır noch in Düsseldorf oder Imrali über sich richten. Verurteilt wurden stattdessen die fünftausendjährige Herrschaftsgeschichte, das System Staat und die kapitalistische Ordnung – auf Grundlage des totalen Widerstands und des von Rêber Apo entwickelten Paradigmas der demokratischen Moderne. Auf der Anklagebank landeten die patriarchale, faschistische, kolonialistische und genozidale Mentalität sowie ihre Politik. Sie wurden nach den Prinzipien der Imrali-Haltung verurteilt und auf den Müllhaufen der Geschichte geworfen.

Es ist unverkennbar, dass auch die Entwicklung der bereits unter den mühsamsten Umständen aufgekeimten Bewegung der Apoisten in den vergangenen 49 Jahren auf beharrlichen Kämpfen und der Überwindung großer Schwierigkeiten basiert. Jedes dieser Jahre wurde Zeuge eines kontinuierlich noch größer werdenden und entschiedener ausgetragenen Widerstands, sodass der seit bald fünf Jahrzehnten andauernde ‚Große Marsch der Freiheit‘ jede Hürde überwinden konnte. Trotz inneren und äußeren Angriffen wurde der Kampf für Freiheit und Demokratie unter der Führung von Rêber Apo und der PKK ununterbrochen fortgesetzt und hat Errungenschaften hervorgebracht, die für das kurdische Volk, die Frauen und die Menschheit von unschätzbarem Wert sind.

Einige der wichtigsten Entwicklungen, die in den letzten 49 Jahren stattgefunden haben, lassen sich wie folgt zusammenfassen: Ohne Zweifel ist es in erster Linie der apoistische Aufbruch zu einer komplexen Phase der Geschichte selbst, der als wichtigstes Ereignis gilt und damit die Basis aller Entwicklungen bildet. In den ersten drei Jahren seines Wirkens gelang es Rêber Apo in Ankara, eine dynamische Freiheitslinie und eine revolutionäre Gruppe hervorzubringen. Im vierten und fünften Jahr ihres Bestehens gelang es der Gruppe der Apoisten, in die Heimat zurückzukehren und sich zur Revolutionären Jugendbewegung Kurdistans zu etablieren. In ihrem sechsten Jahr berief die Gruppe den am 26. und 27. November 1978 im Dorf Fîs bei Licê abgehaltenen Gründungskongress der Partîya Karkerên Kurdistanê (PKK) ein. Die PKK organisierte sich im historischen Widerstand von Hilvan und zeigte sich mit dem Siverek-Widerstand erstmals in der kurdischen Öffentlichkeit.

Im achten Jahr ihres Entstehens führte das Wirken der apoistischen Bewegung beim faschistisch-genozidalen Feind zur Auslösung des Putschs vom 12. September. In ihrem zehnten Jahr nahm sie einerseits den Gefängniswiderstand gegen das Putschregime in der Türkei auf und unterstützte andererseits im Libanon den Widerstand des palästinensischen Volkes gegen den Zionismus. Mit dem revolutionären Vorstoß der Guerilla am 15. August 1984 trug die Bewegung in ihrem zwölften Jahr den Widerstand in den Kerkern in die Berge und erschütterte das System des türkischen NATO-Verbündeten in seinen Grundfesten. Im Zuge des großen Guerillawiderstands und des ideologischen Kampfes, der auf dieser Grundlage erhebliche Fortschritte machte, entfalteten sich die Serhildan. Das siebzehnte Jahr der Bewegung war geprägt von der Revolution der nationalen Wiedergeburt.

Der Prozess der nationalen Wiedergeburt, der 1990 seinen Anfang nahm, ist ein wichtiges Ereignis und ein historischer Wendepunkt in der Geschichte Kurdistans und des kurdischen Volkes. Er beinhaltet das Aufkommen der Volksaufstände parallel zum Guerillakampf. Und dieser Prozess bedeutet, dass der individuelle Bruch mit dem bis dahin gültigen kolonialistisch-genozidalen System eine basisdemokratische Struktur erreichte und bis auf die nationale Ebene vordrang. Es bedeutet, dass die Kurdinnen und Kurden sich von der ihnen aufgezwungenen Zugehörigkeit zur türkischen Nation lösten und eine demokratisch-kurdische Nationsbildung initiierten. Dieser Prozess, der sich unter der Führung der kurdischen Frauen entwickelte, ist auch der Beginn der revolutionären Frauenbefreiung. Sowohl die Frauenguerilla als auch die eigenständige Frauenorganisierung haben in dieser Zeit Fortschritte gemacht. Die Ideologie der Frauenbefreiung wurde grundlegend entwickelt, und der Bildungsprozess einer autonomen Frauenpartei begann.

Kurz vor Newroz 1993 riefen Rêber Apo und die PKK einen einseitigen Waffenstillstand aus und leiteten den Prozess für eine demokratische Lösung der kurdischen Frage ein. Aufgrund einer gut organisierten Sabotage durch interne und externe Banden führte der Versuch, die Waffen ruhen zu lassen, nicht zu dem beabsichtigten Ergebnis, so dass bereits kurze Zeit später ein ausgedehnter und massiver Krieg wieder aufgenommen wurde. Der große Guerillawiderstand zwischen 1993 und 1998 wurde in Form einer Offensive gegen Vernichtungsangriffe und Liquidierungsversuche eines bandenartigen Konstrukts an der Spitze der türkischen Regierung geführt, dessen Devise lautete: ‚Eine andere Option, außer zu vernichten, gibt es nicht‘. Es ist wichtig, dass dieser Konflikt, der das größte militärische Ereignis in der Geschichte der Türkischen Republik und Kurdistans darstellt, richtig verstanden wird.

Im sechsundzwanzigsten Jahr sahen sich Rêber Apo und die PKK mit dem von der US-Regierung organisierten Komplott konfrontiert. Seit 24 Jahren leisten sie einen unerbittlichen Widerstand gegen die Ziele dieses konspirativen Angriffs. In diesem historischen Widerstand ist die für Rêber Apo bezweckte Vernichtung vereitelt, seine Hinrichtung verhindert, die Politik der Zersetzung auf Imrali dekonstruiert, der von Innen auferlegte Verrat überwunden und jegliche Arten von subversiven Plänen niederschlagen worden. Mit dem Paradigmenwechsel und der Idee der demokratischen Moderne richtete Rêber Apo über das konspirative System und legte ihm Ketten an. Er ging von der nationalen Vordenkerschaft über in eine universelle und wurde Repräsentant aller Unterdrückten, insbesondere der Frauen. Mit dem Beginn der Rojava-Revolution am 19. Juli 2012 wird nicht nur die praktische Anwendung des neuen Paradigmas gelebt. Er wurde eine revolutionäre Praxis offenbart, die zu einer Quelle der Moral für die gesamte Menschheit wurde.

Unter dem Eindruck der wegbereitenden Rolle von Rêber Apo und der PKK wurde in den letzten acht Jahren ein Widerstand geführt, der die gesamte Menschheit gegen die Banden des IS verteidigte. Dieser sich in den Kämpfen um Kobanê, Şengal und Mexmûr verdeutlichte Widerstand spielte in zweierlei Hinsicht eine historische Rolle: Der IS wurde besiegt und es entstand ein demokratisches Bündnis des kurdischen Volkes mit den anderen Völkern der Region, das wichtige Ergebnisse erzielte. Die historische Bedeutung dieses Prozesses, der auch heute noch andauert, wird in Zukunft besser verstanden werden. Das die vollständige Vernichtung der ezidischen Gemeinschaft Şengals durch den IS verhindert wurde, hat das Schandmal auf der Stirn der Menschheit beseitigt.

Im Rahmen des Widerstandes gegen das internationale Komplott gibt es seit sieben Jahren auch einen Widerstand gegen den ‚Zersetzungsplan‘. Diejenigen, die mit diesem Angriff, der einer der brutalsten der Geschichte darstellt, das kurdische Volk und seine Führung in die Knie zwingen wollten, stehen heute im Angesicht der apoistischen Wahrheit vor der Kapitulation. Angesichts unseres selbstlosen Guerillawiderstandes in Gare hat das AKP/MHP-Regime im Februar 2021 eine ähnliche Niederlage erlitten wie der türkische Generalstab dreizehn Jahre zuvor. Aufgrund des Kampfes in den Bergen von Metîna, Zap und Avaşîn ist das Regime förmlich am Ende und steht kurz vor dem Zusammenbruch. Das Ende der heutigen faschistischen AKP/MHP-Herrschaft wird sich nicht wesentlich von dem unterscheiden, was fast 20 Regierungen in den letzten 49 Jahren durchgemacht haben. Vielleicht wird es weit bitterer sein als das Ende anderer faschistischer Diktaturen in anderen Teilen der Welt.

3 - Errungenschaften der letzten 49 Jahre
Bisher haben wir versucht, den Prozess der Entstehung der Vorhut und den unermüdlichen Kampf über 49 Jahre hinweg zusammenzufassen. Wir haben auch kurz die Entwicklungen dargestellt, die mit den kolonialen und völkermörderischen Angriffen einhergingen. Es besteht kein Zweifel, dass die vergangenen 49 Jahre dem kurdischen Volk, der Gesellschaft und der Menschheit viel gebracht haben. Vor allem wissen wir nur allzu gut, dass die Realität Rêber Apos und der PKK eines der wichtigsten Themen war, die in den letzten 49 Jahren in Kurdistan, in der Türkei und in der Welt diskutiert wurden. Es ist auch klar, dass diese Diskussionen in den nächsten fünfzig Jahren besser und bedeutungsvoller werden, weil sich die Krankheiten der kapitalistischen Moderne mit jedem Tag vervielfachen und das herrschende und staatlich organisierte System einen vollständigen Zerfall und Zusammenbruch erlebt. Andererseits gibt es keine wirksamere, ganzheitlichere Lösung und kein besseres Modell als die in Kurdistan entstandene und von Rêber Apo formulierte Alternative. Die ganze Aufmerksamkeit konzentriert sich auf seine Wahrheit und die Freiheitsrevolution in Kurdistan. Und diese Aufmerksamkeit wird in der kommenden Zeit noch zunehmen.

Zweifellos können wir hier nicht in allen Aspekten und Details erklären, was die Aktionen von Rêber Apo und der PKK in den letzten 49 Jahren dem kurdischen Volk, den Völkern des Nahen Ostens und der Menschheit gebracht haben. Es ist jedoch notwendig, auf die wichtigsten Entwicklungen und Errungenschaften dieser Zeit einzugehen. Allein die Geburt der Vorhut in Kurdistan ist bereits eine Revolution an sich. Sie ist eine Revolution der freien Menschen und weist somit auf den Beginn eines neuen revolutionären Prozesses in der kurdischen Gesellschaft hin. Deshalb gibt es in Kurdistan seit 49 Jahren eine Freiheitsrevolution. Wir nennen sie die apoistische Freiheitsrevolution. Rêber Apo definierte sie als ‚Revolution der Wahrheit‘. Er sagt, dass die Wahrheitsrevolution auch eine Revolution der Denkweise und des Lebensstils ist. Das bedeutet, dass in Kurdistan seit 49 Jahren ein ständiger Wandel der Mentalität und des Lebensstils stattgefunden hat. Die alte Mentalität und Lebensweise der kolonialistisch-genozidalen Kräfte und ihrer Kollaborateure werden zerstört, und an ihrer Stelle wird die apoistische Mentalität und Lebensweise aufgebaut. Es ist zweifellos das Wichtigste, sich zunächst mit diesen Fragen zu beschäftigen und die neuen Entwicklungen, die sich auf dieser Grundlage ergeben haben, zu bewerten.

In diesem Rahmen hat es in den letzten 49 Jahren sehr wichtige Veränderungen und Entwicklungen für das kurdische Volk und die kurdische Gesellschaft gegeben. Es mag nicht offensichtlich erscheinen, wenn man innerhalb dieses Prozesses lebt, aber dass solche Veränderungen und Entwicklungen stattgefunden haben, ist unbestreitbar. Für das gesamte kurdische Volk und seine Gesellschaft, sowohl für Männer als auch für Frauen, gab es bedeutsame Veränderungen in Bezug auf Denkweise, Werturteile, Mentalität, Akzeptanz und Ablehnung von Maßnahmen, moralische und kulturelle Struktur sowie Mut und Aufopferungsbereitschaft. Diese Veränderungen mögen nicht in dem gewünschten Ausmaß stattgefunden haben, und es mag auch viele Merkmale geben, die wir immer noch als falsch bewerten; nichts davon überschattet jedoch die große Revolution der Wahrheit in Kurdistan.

Natürlich müssen wir bei der Betrachtung der Veränderungen, die Rêber Apo und die PKK beim kurdischen Volk und innerhalb der kurdischen Gesellschaft bewirkt haben, zunächst die Veränderungen im Geist, in den Gefühlen und Gedanken, in den Verhaltensweisen, in den sozialen Beziehungen und in den Werten betrachten. Denn in Kurdistan vollzieht sich ein revolutionärer Wandel auf der paradigmatischen Ebene. In den letzten 49 Jahren haben sich zum Beispiel die Auswirkungen des Ethnozids deutlich bemerkbar gemacht. Das extrem individualistische, familienorientierte, hoffnungslose, visionslose, unbewusste, willensschwache, unorganisierte und ängstliche kurdische Volk von vor 49 Jahren ist verschwunden und wurde durch ein Volk ersetzt, das den nationalen und sozialen Werten mehr Bedeutung und Vorrang einräumt, das einen hohen Freiheitsgeist, ein hohes Bewusstsein, einen starken Willen, eine hohe Moral und eine ausgeprägte Kultur besitzt: ein mutiges und aufopferungsvolles kurdisches Volk ist entstanden. Eine neue kurdische Nationsbildung und Sozialisierung mit einer freiheitlichen und demokratischen Mentalität und Verhaltensweise hat sich entwickelt. Die Maße des Patriotismus haben sich verbessert, und ein neues Verständnis und Niveau des Patriotismus ist entstanden.

Der am besten beobachtbare und konkreteste Bereich des gesellschaftlichen Wandels sind mit Sicherheit die Frauen. Das liegt daran, dass die Stellung der Frau in einer Gesellschaft die Grundlagen dieser widerspiegelt. Wenn wir das Thema unter diesem Gesichtspunkt betrachten, können wir den Wandel und die Entwicklung auf individueller und nationaler Ebene für die kurdischen Frauen und damit für die kurdische Gesellschaft durch das Eingreifen von Rêber Apo und der PKK sehen. Zwischen den kurdischen Frauen von vor 49 Jahren und den heutigen besteht eine große Kluft. Die Kurdinnen von damals, die ihre Häuser nicht verlassen und sich nicht an sozialen Aktivitäten beteiligen konnten, sind heute Teil einer der bedeutsamsten und progressivsten Revolutionen der Geschichte. Sie sind sehr bewusst und organisiert. Sie nehmen am sozialen und politischen Leben auf der Ebene der Wegbereitung teil. Sie haben ihre eigenen autonomen Organisations- und Selbstverteidigungsstrukturen entwickelt. In den Ansichten und Werturteilen der Frauen und der Gesellschaft sind radikale Veränderungen festzustellen. In der kurdischen Gesellschaft hat sich ein radikaler Wandel vollzogen, von einer Gesellschaft, in der die Männer forderten ‚Der Platz der Frau ist im Haus‘, hin zu einer Gesellschaftsstruktur, in der die Männer unter der Herrschaft der Frauen leben und unter dem Kommando von Frauen kämpfen. Das Bewusstsein, die Organisation, das Selbstvertrauen, der Mut und die Selbstaufopferung der Frauen haben die Form der neuen Gesellschaft bestimmt. So ist ein neues, freies Leben nach weiblichen Maßstäben entstanden, und es hat sich eine demokratische Gesellschaft gebildet, in der der Einzelne frei ist. So sind freie Frauen und freie Männer entstanden.

Einer der wichtigsten Bereiche, in denen sich das kurdische Individuum und die kurdische Gesellschaft verändern, sind die Prinzipien Kritik und Selbstkritik. Das steife und streitsüchtige Individuum der Vergangenheit ist verschwunden, und das Individuum und die Gesellschaft, die auf der Grundlage sozialer Werte Kritik und Selbstkritik üben, sind entstanden. Unter der Vorreiterrolle von Rêber Apo und der PKK haben sich sowohl eine Kraft der Kritik als auch eine Kultur der Selbstkritik entwickelt. Es ist eine bewusste und flexible soziale Struktur entstanden, die die Fehler und Unzulänglichkeiten im Leben und in den Kämpfen anerkennt und akzeptiert und die Kraft erkennt, diese durch Selbsterkenntnis zu verändern. In seiner Analyse der Vergangenheit verweist Rêber Apo auf ‚den Menschen, der seinen Nachbarn wegen eines Huhns ohne zu zögern erschießt, aber für das Vaterland und die Freiheit nicht einmal den Finger rührt‘. Heute ist klar, dass an ihre Stelle ein neuer Typus von Mensch getreten ist, der sich mit seinem Nachbarn zusammenschließt, zusammenkommt, die Probleme von Heimat und Freiheit diskutiert und sich gemeinsam organisiert und engagiert. Die Wertvorstellungen, das Lebens- und Arbeitsethos des kurdischen Volkes haben sich also stark verändert. Der Einzelne hat mehr soziales Bewusstsein und Verantwortungsgefühl. So definiert sich der neue Mensch, so definiert sich die neue Gesellschaft.

Es ist eine klare Tatsache, dass die Richtung, die Prinzipien und die Maßnahmen all dieser Veränderungen in der Gesellschaft durch die Wahrheit von Rêber Apo bestimmt werden. Daher sollte der Apoismus, der von der überwältigenden Mehrheit der kurdischen Gesellschaft akzeptiert wurde und sich auf alle Völker und Unterdrückten ausbreitete, als die wichtigste Entwicklung der letzten 49 Jahre angesehen werden. Es ist eine klare Tatsache, dass die PKK eine vorangehende Bewegung ist; sie ist eine Bewegung, die bis zum heutigen Tag von Rêber Apo begründet, entwickelt und geführt wurde und alle ihre Prinzipien und Maßnahmen von ihm übernimmt. Die kurdische intellektuelle Jugend hat die wichtigste historische Entwicklung vollzogen, indem sie in Rêber Apo einen Pionier der Freiheit schuf. In diesem Zusammenhang ist die Geburt der apoistischen Ägide von Anfang an eine Führung mit nationalem Charakter. Anders kann man es nicht sehen.

Rêber Apo begründete seinen Vorstoß an Newroz 1973 mit der Notwendigkeit, das Andenken an Mahir Çayan, Deniz Gezmiş und Ibrahim Kaypakkaya zu bewahren und die durch die Ermordung der Führer der revolutionären Bewegung in der Türkei entstandene Lücke zu füllen. Später wandte er sich Kurdistan zu und gründete die PKK, die er ‚Gründung der Organisation zum Gedenken an Haki Karer‘ nannte. Anfang Juli 1979, nach der Ausreise in den Nahen Osten, verwandelte sich die PKK in eine Guerilla-Partei mit Aktivitäten im libanesisch-palästinensischen Gebiet gegen das faschistisch-militärische Regime vom 12. September. Während sich der erste Führungsprozess hauptsächlich auf die Schaffung eines theoretischen Bewusstseins und einer ideologisch-politischen Linie bezieht, basierte der zweite Führungsprozess hauptsächlich auf der Weiterentwicklung der militärischen Linie und des Guerillakampfes. Beide Phasen haben einen nationalen Charakter. Daher ist der Wert dieser beiden Prozesse für Kurdistan und die Menschheit von historischer Bedeutung.

Ein tiefgreifenderes Entstehen von Vorreiterschaft ist die ‚Dritte Geburt‘ im Zuge des auf Imrali vollzogenen Paradigmenwechsels. Die wichtigste Dimension dieses intellektuellen Konzepts ergab sich aus dem Fall des Realsozialismus und dem internationalen Komplott. Im Vergleich zur ersten Geburt verwandelte sich der selbstkritische Fokus Rêber Apos auf die Probleme des kurdischen Volkes in den frühen 1970er Jahren in einen selbstkritischen Fokus auf die Probleme der gesamten Menschheit. Daher betraf das Ergebnis, das sich daraus ergab, die gesamte Menschheit, einschließlich der Lösung der Probleme der Freiheit und Befreiung aller unterdrückten Menschen, und so erhielt die ‚Dritte Geburt‘ einen universellen Charakter. Während die internationalen reaktionären Kräfte darauf abzielten, den kurdischen Vordenker mit einem Komplott zu neutralisieren, sahen sie sich dieses Mal umgekehrt mit einer Führungsperson konfrontiert, die allen Unterdrückten der Welt den Weg zur Befreiung und Freiheit aufzeigte.

Es ist klar, dass das Schlüsselkonzept für die Entstehung der ersten Ägide der ‚Kolonialismus‘, für die zweite die ‚Guerilla‘ und für die dritte die ‚Demokratisierung‘ war. Der theoretische und programmatische Rahmen, der sich aus der Analyse von ‚Kurdistan ist eine Kolonie‘ ergibt, hat eine strategische und taktische Linie mit der Definition des ‚Guerillawiderstands‘ erreicht. Die Definition einer ‚demokratischen Lösung‘ hingegen zeigte einen neuen Weg zur Lösung der kurdischen Frage im Rahmen der theoretischen und taktischen Perspektive im Kampf gegen das internationale Komplott auf. Dieser Stil, der als gültig für die Lösung des kurdischen Problems unter den Bedingungen der kapitalistischen Moderne angesehen wird, wurde zu einem Modell für die Lösung aller sozialen Probleme, insbesondere derjenigen der Frauen.

Auf der Grundlage dieser Definition bewertete Rêber Apo die Gesellschaft und ihren historisch-soziologischen Fortschritt neu. Er definierte die ‚demokratische Autonomie‘ als die Selbstverwaltung der Gesellschaft, die von der Macht und dem Staat getrennt ist. Auf der Grundlage dieses grundlegenden Ansatzes machte er den ‚Demokratischen Konföderalismus‘ als nichtstaatliches Verwaltungsmodell zu einer konzeptionellen Theorie und die ‚Demokratische Autonomie‘ zu einem auf die Gesellschaft bezogenen Lösungsmodell. In der Erkenntnis, dass der Sozialismus die Prinzipien der Gleichheit und Solidarität beinhaltet, die auf Freiheit und Vielfalt beruhen, und nicht mit der Macht staatlicher Mechanismen verwirklicht werden kann, da diese Werkzeuge der Unterdrückung und Ausbeutung sind, definierte er den ‚Demokratischen Sozialismus‘; er löste das Dilemma von Zielen und Methoden, das im Kampf für Freiheit und Gleichheit auftrat, und definierte eine harmonischere Methodologie. Auf der Grundlage all dieser konzeptionellen und theoretischen Analysen definierte er die ‚demokratische Moderne‘ gegen die ‚kapitalistische Moderne‘ und verwandelte die PKK von einer macht- und staatsorientierten Partei in eine demokratisch-sozialistische Partei, die sich auf die Freiheit der Frauen und die soziale Ökologie stützt.

Einerseits hat der tiefgreifende selbstkritische Fokus und der Prozess der Infragestellung, den Rêber Apo unter den Bedingungen von Imrali durchlaufen hat, die PKK in die Lage versetzt, das zugeschriebene System aus Staat und Macht zu überwinden und einen erfolgreichen Kampf gegen das internationale Komplott zu führen. Andererseits hat er allen Unterdrückten den Weg zur Befreiung und Freiheit geebnet, indem er die Theorie, das Programm und die Strategie einer demokratischen Lösung als Alternative zu allen durch das bestehende System verursachten sozialen Problemen entwickelte. Infolgedessen erlebte die PKK einen radikalen Wandel, eine Umgestaltung und Erneuerung, und Rêber Apo erlange Universalität, indem er den Unterdrückten der ganzen Welt den Weg der Erlösung aufzeigte. So wurde die ursprüngliche Erscheinung, die die kurdische Arbeiterklasse und Nation anführte, mit der Dritten Geburt zum Wegbereiter für alle Unterdrückten der Welt. Es ist genau dieser Fortschritt, der sich mit jedem Tag und jedem Jahr, das vergeht, mehr und mehr auf der globalen Ebene auswirkt.

Es sollte hervorgehoben werden, dass eine der grundlegendsten Errungenschaften der letzten 49 Jahre mit der historischen Geburt der Führerschaft und der Entwicklung der Wahrheitsrevolution die Partei- und Guerillaführung ist. Was die Partei betrifft, so sind die PKK und die PAJK Indikatoren, die die apoistische Linie aktiv und organisiert machen. Andererseits bezieht sich der Begriff Guerilla auf die aufopferungsvolle kämpferische Linie und den Stil der Partei. Mit anderen Worten: Die Führung der PKK und der PAJK ist als aufopferungsvolle militante Guerillabewegung organisiert und wird in der Praxis und in der Denkweise zur wichtigsten Selbstverteidigungskraft und Interessenvertretung des kurdischen Volkes und seiner Frauen. Die Selbstverteidigung des Volkes und der Frauen ist mit der Parteiführung verbunden.

Wenn man es genau betrachtet und entsprechend bewertet, sind die revolutionären Dimensionen, die die PKK und die PAJK verkörpern, so groß, dass sie vollständig auf der Linie der militanten Fedai beruhen. Obwohl sie als Parteien bezeichnet werden, unterscheiden sie sich grundlegend von den heute in der Welt existierenden Parteien, egal ob sie politisch rechts oder links angesiedelt sind. Es handelt sich um eine neue Art der Parteiführung. Auch die Guerilla, die durch die Organisationen HPG und YJA-Star repräsentiert wird, zeichnet sich durch Selbstaufopferung und Freiheit aus und unterscheidet sich von anderen historischen Guerilla-Erfahrungen. Dies muss klar gesehen und verstanden werden. So ist die Präsenz der Partei und der Guerilla entstanden, die für kontinuierlichen Fortschritt und Wachstum in Kurdistan sorgen und unbesiegbar sind. Ganz gleich, wie viele Lasten dieser Realität auferlegt und Angriffe unternommen werden, keine Macht wird in der Lage sein, diese Partei und Guerilla und die aufopferungsvolle kämpferische Linie, die ihr Wesen ausmacht, zu zerstören.

Wir haben die historische Bedeutung der Revolution der nationalen Wiedergeburt, die in den 1990er Jahren begann und sich danach entwickelte, für die Existenz und das demokratische Nationalbewusstsein der kurdischen Gesellschaft kurz angesprochen. Dies ist eine der wichtigsten und kontinuierlichsten Entwicklungen und Errungenschaften der letzten 49 Jahre. Ebenso haben wir festgestellt, dass die Freiheitsrevolution der Frauen mit diesem Prozess begonnen hat. Die apoistische Wahrheitsrevolution setzt sich aus diesen beiden Revolutionen zusammen und wird in der Revolution von Rojava in unserer Zeit verkörpert. Insbesondere die Frauenbefreiung erweist sich als die tiefgreifendste und wirksamste Revolution der Geschichte und als eine fortlaufende revolutionäre Realität.

In dem Maße, in dem sich die Krise und das Chaos des Systems der kapitalistischen Moderne vertiefen und ausweiten, das die brutalste Methode der Unterdrückung und Ausbeutung darstellt, die von einer männlich dominierten Denkweise und Politik orchestriert wird, wächst und weitet sich der Kampf gegen dieses System für die Freiheit und Gleichheit aller unterdrückten Teile der Gesellschaft aus, insbesondere der Frauen. Wie bei den Kurd:innen wird deutlich, dass der gesellschaftliche Teil, der sich dem kapitalistischen System am meisten widersetzt, die Frauen sind. Ihre Situation hat das Bewusstsein, die Organisation und das Handeln von Frauen in der ganzen Welt verbessert. Heute wird in vielen Kreisen akzeptiert und gesagt, dass das 21. Jahrhundert das Jahrhundert der Frauen ist. In dieser Zeit des Fortschritts stehen die kurdischen Frauen und die Bewegung der freien Frauen zweifellos an vorderster Front. Die Freiheitsrevolution in Kurdistan, die von der kurdischen Frauenbefreiungsbewegung angeführt wird, schreitet voran und ist eine Quelle der moralischen Stärke und Inspiration für die gesamte unterdrückte Menschheit. Dieser Kampf in Kurdistan ist eine Quelle der Hoffnung, Begeisterung und Motivation für alle.

Es liegt auf der Hand, dass dies auf den radikalen Bruch der kurdischen Frauenbewegung mit der von Männern dominierten Denkweise und dem System zurückzuführen ist, sowie auf ihrem Fokus auf ein freies Leben, das sich um das Phänomen der freien Frauen rankt, und ihre Entwicklung als Revolution. Es ist Rêber Apo selbst, der am deutlichsten die Tiefe des den Frauen aufgezwungenen Sklavensystems aufzeigt, der die Mentalität, die Theorie, das Programm, die Strategie und den Stil des Paradigmas der Frauenbefreiung strukturiert. Daher verfügt die Frauenrevolution in Kurdistan über konkrete theoretische Grundlagen, ein starkes und klares Programm, Strategien und Taktiken, die sich in der Praxis als anwendbar erwiesen haben. Für diese Sache wurden wegweisende und konkrete Organisationsstrukturen wie PAJK, KJK und YJA-STAR geschaffen. Es gibt Tausende von heldenhaften Gefallenen und einen großen Erfahrungsschatz, der durch die schwierigen Bedingungen entstanden ist. Dies ist eine der größten und wirksamsten Errungenschaften des 49 Jahre andauernden wunderbaren Kampfes. Es zeichnet sich bereits ab, dass die wichtigste Entwicklung und Bewegung, die die apoistische Freiheitsrevolution unbesiegbar machte und sie auf die gesamte Menschheit ausdehnte, die Revolution der Frauen ist. Es ist ganz klar, dass sich diese Situation in der kommenden Periode weiter verstärken wird.

Natürlich ist allein schon der Aufbau des Widerstands in diesen 49 Jahren eine der größten Errungenschaften. Die Kapitulation, der Reformismus und die Unterwerfung, die durch die Angriffe des Ethnozids entstanden sind, wurden überwunden, und stattdessen haben sich eine beständige Haltung, Mut, Selbstaufopferung und eine Kultur des Widerstands und Heldenmut gebildet. Das von Rêber Apo kritisierte ‚Kurdentum‘, das nichts für das Vaterland und die Freiheit tut, wurde überwunden. Zehntausende Militante, die nach Fedai-Linie leben und kämpfen, und eine neue Realität des Volkes sind entstanden. Im Sinne einer aufopferungsvollen Ethik wurde in Kurdistan das Maß des Patriotismus und des Grundsatzes erhöht, die Umgestaltung Gesellschaft voranzutreiben. Ein Mensch, der sich für sein Heimatland und seine Nation verantwortlich fühlt, der auf dieser Grundlage denkt und kämpft, ist entstanden.

Es ist ganz klar, dass die PKK eine heldenhafte Bewegung sowohl im nationalen Sinne als auch auf der Linie der Freiheit ist. Die PKK hat mehr als fünfzigtausend Gefallene. Sie tat, was keine andere Organisation tun konnte, und führte 1982 den Großen Gefängniswiderstand durch, der im Todesfasten vom 14. Juli gegen den faschistisch-militärischen Putsch vom 12. September seinen Ausdruck fand. Während andere Organisationen nichts unternahmen, initiierte die PKK 1984 den Guerilla-Aufbruch vom 15. August und setzte ihn erfolgreich um. Dies sind die bestimmenden Nenner dieses Widerstands, den die PKK und das kurdische Volk seit 24 Jahren gegen faschistisch-genozidale Angriffe und internationale Komplotte leisten. Keine Macht kann diesen Geist brechen oder diese Kultur zerstören.

Es gibt auch wichtige dauerhafte politische Entwicklungen in Kurdistan, der Türkei, dem Nahen Osten und der Welt, die sich aus den 49 Jahren der Führung und dem Kampf der PKK ergeben. Der in Südkurdistan anerkannte politische Status ist ein indirektes Ergebnis des PKK-Kampfes. Auch wenn einige diese Tatsache nicht akzeptieren und versuchen, sie zu verdrehen, so ist dies doch das Wesentliche, was geschehen ist. Dieser Status wurde mit der Absicht geschaffen, die PKK zu bekämpfen, und der türkische Staat hat zu diesem Zweck ‚ja‘ gesagt und ihn anerkannt. Die Revolution in Rojava hingegen ist ein direktes Ergebnis des Kampfes gegen die PKK und hat sich bis heute fortgesetzt. Es ist klar, dass diese Revolution auf der Anhäufung von zwanzig Jahren Arbeit von Rêber Apo beruht, und sie entwickelt sich unter seinem Einfluss und basiert auf dem Paradigma der demokratischen Moderne. Darüber hinaus ist es die PKK, die das demokratisch-autonome Leben der ezidischen Gemeinschaft geschaffen hat, indem sie den totalen IS-Genozid in Şengal verhindert und Südkurdistan vor diesen Banden in Mexmûr verteidigt hat. Es war der Kampf der PKK, der eine demokratisch-nationale Gesellschaft und eine demokratische Politik hervorbrachte, indem er die Revolution der nationalen Wiedergeburt in Nordkurdistan anstieß.

Der Einfluss von Rêber Apo und der PKK in der Türkei, im Nahen Osten und weltweit hat zwei Dimensionen, eine theoretische und eine praktische. Die Theorie der demokratischen Moderne und der Ansatz des demokratischen Sozialismus, wie sie von Rêber Apo konzipiert wurden, verbreiten sich in diesen Regionen mit jedem Tag schneller. Das Interesse an dem neuen Paradigma, das auf dem verständlichen und zukunftsorientierten analytischen Charakter Rêber Apos beruht, nimmt erheblich zu. Seine Wirkung auf türkische und arabische Intellektuelle ist besonders auffällig und hat sich weltweit verbreitet. Der apoistische Ansatz offenbart eine neue Ära der Aufklärung in der Türkei, im Nahen Osten und in der Welt, so auch in Kurdistan. Insbesondere die Tatsache, dass er eine neue Synthese geschaffen hat, indem er die positiven Aspekte aller Denksysteme im Laufe der Geschichte aufgenommen hat, hat dazu geführt, dass sich fast jeder darin wiedererkennt.

Es ist ganz klar, dass die Freiheitsrevolution Kurdistans ein konkreter Teil der demokratisch-türkischen Revolution ist. Der kurdische Freiheitskampf mit all seinen Dimensionen hat sich auch auf den türkischen Demokratisierungskampf bezogen. Kurz gesagt, die Befreiung der Kurdinnen und Kurden und die Demokratisierung der Türkei sind untrennbar miteinander verbunden. Aus dieser Perspektive ist die Beziehung zwischen beiden von strategischer Bedeutung. Daher ist jeder Gewinn an Freiheit in Kurdistan auch eine Entwicklung hin zur Demokratisierung der Türkei. Das Gleiche gilt für den gesamten Nahen Osten und die Welt. Die Formel ‚Freies Kurdistan, demokratische Türkei‘ gilt in gleicher Weise für den Nahen Osten und die Welt. Ohne die Befreiung des kurdischen Volkes kann es keine echte Demokratisierung im Nahen Osten und in der Welt geben. Diese Situation hängt auch mit der kurdischen Frage in Bezug auf regionale und globale Angelegenheiten zusammen. Die demokratisierende Wirkung jeder Entwicklung in Kurdistan, die zu mehr Befreiung führt, ist im Nahen Osten und in der Welt unmittelbar spürbar.

Der Grund für das Entstehen dieser Situation ist natürlich unser positiver ideologischer Ansatz. Politisch gesehen hat die Schwächung der Nationalstaaten, die eine koloniale-genozidale Hegemonie über Kurdistan ausüben, unmittelbare und direkte Auswirkungen auf den politischen Status quo des Mittleren Ostens und des globalen kapitalistisch-modernistischen Systems. Die Schwächung der kolonialen und völkermörderischen Hegemonie in Kurdistan bedeutet eine Schwächung des nationalstaatlichen Systems im Mittleren Osten und in der Welt. In diesem Sinne hat sich die Praxis der PKK, die sowohl die feindliche Kollaboration als auch die faschistisch-genozidale Herrschaft in Kurdistan ernsthaft unterminiert hat, in den letzten 49 Jahren als sehr effektiv erwiesen. Offensichtlich hat diese Situation die faschistisch-oligarchische Diktatur in der Türkei ernsthaft geschwächt und den AKP/MHP-Faschismus an den Rand des Zusammenbruchs gebracht. Der vom kapitalistischen System im Nahen Osten geschaffene nationalstaatliche Nationalismus hat einen sehr schweren Schlag erlitten. Die Verbindung zwischen dem Prozess der Volksbewegungen, die als ‚Arabischer Frühling‘ bezeichnet werden, und dieser Situation ist sehr offensichtlich und auffällig. Es wäre richtig zu sagen, dass der Widerstand der Kurd:innen, die gegen das koloniale und völkermörderische System kämpfen, das vom globalen kapitalistischen System über Kurdistan verhängt und unterstützt wird, sich in Form von Aufständen gegen die nationalstaatlichen Diktaturen der arabischen Arena manifestiert.

Die Situation, die wir hier analysiert haben, kann konkreter im Dritten Weltkrieg beobachtet werden, den das globale kapitalistische System im Nahen Osten aufrechterhält. Anfang der 1990er Jahre sollte mit der ‚Operation Provide Comfort‘ das Eindringen der PKK in Südkurdistan verhindert und versucht werden, sie in Nordkurdistan zu belagern. Während das kapitalistische System eine neue Intervention in der Region einleitete, musste verhindert werden, dass die PKK das turbulente politische Umfeld ausnutzte. Auf diese Weise sollte verhindert werden, dass sich die PKK in ganz Kurdistan ausbreitet und eine regionale demokratische Revolution auslöst. Es ist bekannt, dass das internationale Komplott zur Verwirklichung dieser Ziele organisiert wurde und dass Rêber Apo am 15. Februar 1999 als Gegenleistung für die Unterstützung des türkischen Staates durch die Vereinigten Staaten von Amerika während der US-Intervention in Bagdad verhaftet wurde. In Wirklichkeit fürchteten sie sich und hielten sich aufgrund der Macht und der Führungsstärke von Rêber Apo zurück. Solange er die PKK anführte, konnten die USA nicht in Bagdad intervenieren. Im Falle einer solchen Intervention befürchtete man, dass sich die PKK auf Südkurdistan und den Irak ausbreiten würde, so dass die erste Intervention in Form einer internationalen Verschwörung gegen Rêber Apo selbst erfolgte.

Mit ihrem bisherigen Kampf hat die PKK den gegenwärtigen Status quo im Nahen Osten und die vom globalen kapitalistischen System geschaffene hegemoniale Vorherrschaft entlarvt und die Intervention dieses globalen Systems geschwächt, das versucht, den Nahen Osten weiter zu fragmentieren. Allerdings ist es noch nicht gelungen, diese reaktionären Interventionen vollständig zu besiegen. Das liegt an einigen Schwächen der PKK und unserer Unfähigkeit, den apoistischen Ansatz mit vollem Erfolg in die Praxis umzusetzen. Das Komplott gegen Rêber Apo, das die PKK schwächte, war eindeutig zu diesem Zweck durchgeführt worden. So wie die Situation heute aussieht, sind die Schwächen der PKK überwunden, und mit der PKK, die effektiv kämpft, entwickelt sich der globale Demokratiekampf zusammen mit dem demokratischen Kampf für den Mittleren Osten. Das fünfzigste Jahr des Widerstands wird diese Entwicklungen noch viel deutlicher und konkreter zeigen.

4- Die Missionen des 50. Jahres
Als Bewegung, Volk und Freunde treten wir mit der Kampagne Dem Dema Azadiyê (Zeit für Freiheit) in das fünfzigste Jahr der apoistischen Partei ein. Mit einer solchen Mobilisierung wollen wir unsere revolutionäre Volkskriegsstrategie zum Sieg führen. Auf dieser Grundlage wollen wir den AKP/MHP-Faschismus zerschlagen, das auf Imrali praktizierte Folter- und Isolationssystem besiegen und Freiheit für Rêber Apo erlangen, Kurdistan befreien und die Türkei und den Mittleren Osten demokratisieren. Wir glauben auch, dass wir diese Ziele erreichen werden, wenn wir das Wissen und die Erfahrungen, die wir bisher gesammelt haben, richtig auswerten und versuchen, kreative Methoden anzuwenden.

Durch unseren seit über 23 Jahren geführten Kampf haben wir das internationale Komplott entlarvt und seinen beteiligten Kräften wirksame Schläge versetzt. Der faschistische und unmenschliche Charakter der völkermörderischen Denkweise und der Politik, auf der das Komplott beruht, wurde gründlich entschlüsselt. Der Öffentlichkeit wurde vor Augen geführt, wie das Folter- und Isolationssystem Imrali, das die Verschwörung repräsentiert, nicht nur Kurd:innen, sondern allen Menschen schadet. Die Regierung Tayip Erdoğan, die seit 20 Jahren den Erfolg dieses Komplotts herbeiführen soll, hat sich abgenutzt und steht am Rande des Untergangs. Die MHP, an die sich Erdoğan wie ein Ertrinkender, der sich an einen Strohhalm klammert, anheften will, hat den faschistischen und völkermörderischen Charakter dieser Regierung noch konkreter und deutlicher offenbart. Ihr Versagen dabei, das Komplott fortzusetzen, führte zu einer relativen Verschlechterung der Beziehungen zu den Vereinigten Staaten, die sie mit dieser Aufgabe betraut hatten. Die Organisierung des konspirativen Systems wurde geschwächt.

Andererseits haben wir trotz einiger Schwierigkeiten und eines hohen Preises, den wir in den schwierigen Kämpfen der letzten Zeit zahlen mussten, wichtige Fortschritte erzielt. Zunächst einmal haben wir eine Menge Erfahrung gesammelt. Wir haben uns entsprechend den strategischen und taktischen Anforderungen des Kampfes erneuert und umstrukturiert. Unser Kampf gegen den IS hat unsere Bewegung in der ganzen Welt bekannt gemacht und sie an einen entscheidenden Punkt gebracht. Wir haben wiederholt den Zerstörungs- und Liquidierungsplan des AKP/MHP-Faschismus mit Unterstützung der USA und der südkurdischen PDK zerschlagen. Der große Widerstand, den unsere Guerilla in den Bergen von Gare, Metîna, Zap und Avaşîn im Jahr 2021 geleistet hat, und die ununterbrochenen Aktionen unseres Volkes und unserer Freund:innen, angeführt von Frauen und Jugendlichen, haben uns gestärkt. Indem wir diese Praxis in unseren jährlichen Exekutivsitzungen erfolgreich ausgewertet haben, konnten wir aus unseren Misserfolgen wertvolle Lehren ziehen und gestärkt und besser vorbereitet in das fünfzigste Jahr gehen. Gerade jetzt sind wir in dieser Hinsicht viel stärker und besser vorbereitet. Daher haben wir jetzt die Möglichkeit, einen stärkeren Kampf zu führen.

Mit dieser Perspektive werden wir im fünfzigsten Jahr der apoistischen Avantgarde und der PKK vor allem den Kern des Prinzips der Führung genauer und tiefer verstehen und ihn effektiver und erfolgreicher anwenden. Wir werden dies in der ganzen Welt tun, so wie wir es in vier Teilen Kurdistans getan haben. Wir werden das apoistische Paradigma unter den Unterdrückten der Welt verbreiten und sicherstellen, dass es sich in Organisation und Aktivismus verwandelt. Dass wir erfolgreich kämpfen und den Sieg erringen, hängt von dem Stil ab, den wir angegeben haben. Sowohl die richtigen Entscheidungen zu treffen als auch sie mit kreativen Methoden umzusetzen, ist das Ergebnis eines solchen kritischen Prozesses.

An diesem Punkt hat unser Verständnis von Federführung durchaus Aspekte, die kritisiert und korrigiert werden müssen. Es ist wahr, dass wir uns für die Wahrheit Abdullah Öcalans einsetzen; es besteht kein Zweifel, dass wir mit Gefühlen von großem Mut und Selbstaufopferung arbeiten. An diesem Verhalten ist nichts auszusetzen. Aber das reicht nicht aus, um erfolgreich zu sein. Die richtige Teilnahme ist nur möglich, wenn wir die Wahrheit richtig verstehen und sie erfolgreich im Leben anwenden. Genau hier haben wir Probleme mit dem Verständnis und der erfolgreichen Umsetzung von Führung. Der wichtigste Aspekt ist, dass wir die Wahrheit der Führung suchen. Unsere derzeitige Leistung beim Überprüfen und Verstehen ist nicht ausreichend. Was wir jedoch tun müssen, ist, die Wahrheit der Führung sehr tief zu erforschen, ständig zu diskutieren, ob unsere Praxis mit den Ideen der Führung vereinbar ist, und auf der Grundlage des Führungsansatzes nach Lösungen für die Probleme zu suchen, denen wir gegenüberstehen.

Allerdings praktizieren wir diese Haltung meist nicht und setzen im Gegenteil unsere individuellen Ansichten durch. Außerdem neigen wir dazu, diese individuellen Ansichten zu sehr durchzusetzen und darauf zu beharren. Deshalb sind unsere kollektive Arbeit und Leistung im gegenseitigen Gedankenaustausch mit unseren Genoss:innen schlecht und schwach. Deshalb sind wir nicht in der Lage, ein konstantes Niveau an Effektivität im Kampf aufrechtzuerhalten. Wir verwechseln den Kampf gegen das System aus dem System selbst heraus mit der Verinnerlichung des Systems. Das führt dazu, dass wir zu viele systeminterne Lösungen suchen und vorschnelle Lösungen anstreben. Die demokratische Lösung erfordert jedoch, dass wir ein alternatives System schaffen und uns in einem ständigen Kampf mit dem herrschenden System befinden. Natürlich müssen wir diesen Kampf auf die am besten geeignete Art und Weise und mit den am besten geeigneten Methoden führen. Auf der Grundlage dieser kritischen Ansätze müssen wir unsere eigene Praxis anpassen und erfolgsorientierte Kader und Patrioten der apoistischen Wahrheitsrevolution werden.

In der gegenwärtigen Periode haben wir die Kampagne Dem Dema Azadiyê aus der Perspektive der revolutionären Volkskriegsstrategie organisiert. In diesem Zusammenhang sind die Ziele, die wir uns gesteckt haben, ganz klar und unmissverständlich. Wir werden den AKP/MHP-Faschismus vernichten. Wir werden das Imrali-System durchbrechen und die physische Freiheit von Rêber Apo sicherstellen. Wir werden Kurdistan frei und die Türkei und den Nahen Osten demokratisch machen. Diese Ziele sind sehr konkrete und klare Aufgaben. In diesem Fall sollte unsere gesamte Arbeit in den vier Teilen Kurdistans und im Ausland auf den Erfolg dieser Missionen ausgerichtet sein. Alle unsere ideologischen, politischen, sozialen und militärischen Aktivitäten sowie der Aktivismus der Frauen und der Jugend müssen auf die Erfüllung dieser Aufgaben und die Erreichung dieser Ziele ausgerichtet sein. Wir sollten unsere Pläne auf diese Ziele ausrichten und keine anderen Aufgaben auf unsere Agenda setzen.

Andererseits können wir den Erfolg dieser Aufgaben nur mit totalem Widerstand auf der Grundlage der Strategie des revolutionären Volkskriegs erreichen, d.h. der Sieg wird nicht mit anderen Methoden möglich sein. Es ist also klar, dass unsere Hauptform des Kampfes der revolutionäre Volkskrieg ist. Unsere Arbeit und unser Kampf, den wir überall führen, müssen mit dieser Perspektive vereinbar sein und auf den Erfolg der Strategie des revolutionären Volkskrieges abzielen. Wir müssen den Kampf auf der Grundlage des revolutionären Volkskrieges und die Erreichung unserer oben genannten operativen Aufgaben auf dieser Grundlage führen. Jede andere Haltung wäre kein richtiger und ausreichender Ansatz. Wir können nicht manchmal nach der Strategie des revolutionären Volkskrieges und zu anderen Zeiten nach anderen Strategien kämpfen. Während der eine von uns sich auf diese Strategie stützt, kann der andere nicht auf der Grundlage einer anderen Strategie arbeiten und kämpfen. Das ist der Grund, warum in der Praxis Zersplitterung und Schwäche entstehen.

Deshalb müssen wir die Arbeit und den Kampf, den wir auf jedem Gebiet führen, sowohl mit den Zielen unserer aktuellen Kampagne als auch mit der Methode des revolutionären Volkskriegs verbinden. Wir müssen unsere revolutionäre Arbeit und unseren revolutionären Kampf auf allen Gebieten entsprechend den Erfordernissen der revolutionären Volkskriegsstrategie entwickeln, d. h. in einer Position, die dazu verpflichtet ist, sie zum Erfolg zu führen, sie zu leiten und zu unterstützen. Ohne Unterschied müssen alle unsere Arbeit und unser Kampf auf dieser Grundlage beruhen und parallel zu den Erfordernissen der Strategie und in Übereinstimmung mit diesen Zielen stattfinden. Wir können uns nicht von der Strategie ausschließen, indem wir sagen: ‚In dieser Strategie gibt es Krieg, aber ich habe mich entschieden, Informations- oder Basisarbeit zu leisten‘. Wir müssen unsere gesamte ideologische, militärische, politische und gesellschaftliche Arbeit organisieren und durchführen, indem wir im Einklang mit den Anforderungen dieser Strategie kämpfen, und zwar in einer Weise, die ihrem Erfolg dient.

Basierend auf diesen grundlegenden Ansätzen werden unsere heldenhaften Guerillakräfte in erster Linie unseren Durchbruch zum 50. Jahrestag anführen, indem sie die ganze Kraft und Synergie der aufopferungsvollen Guerilla nutzen und die ganze Raffinesse und Kreativität des Guerillastils zeigen. Und sie werden dem AKP/MHP-Faschismus in den Bergen, in den Ebenen und in den Städten, also überall dort, wo der Feind uns angreift, tödliche Schläge versetzen. Durch die Stärkung der Selbstverteidigungsorganisation des Volkes und die Ausweitung ihrer Aufklärungs- und Nachrichtendiensttätigkeit werden sie den faschistisch-genozidalen Feind überall dort angreifen und zerschlagen, wo er ist. Indem sie die Jugend stärker in die Guerilla- und Selbstverteidigungsaktivitäten einbeziehen, werden sie den revolutionären Krieg auf allen Gebieten ausweiten.

Unser patriotisches Volk, das seinen Kampf unter der Führung der Frauen- und Jugendbewegungen fortsetzt, wird durch die Verbesserung seiner Bildungsaktivitäten und Organisationsstrukturen in allen vier Teilen Kurdistans und im Ausland in ständigem Aktivismus sein. Indem sie kreative Aktionsformen hervorbringt, wird sie die populäre Säule des revolutionären Kampfes viel stärker und effektiver machen. In Übereinstimmung mit der Bildungs- und Organisationsperspektive werden sie den revolutionären Widerstand vollständig ausweiten, indem sie alle gesellschaftlichen Aufbauarbeiten gemäß den Erfordernissen des revolutionären Volkskrieges und auf der Grundlage der Offenlegung einer selbstverteidigenden Haltung entwickeln. Durch die erfolgreiche Führung der sozialen Basisbewegung werden unsere Jugend- und Frauenbewegungen erfolgreich eine führende Rolle bei der Erhöhung des Beteiligungsgrades der Guerillafronten und der Ausweitung des Widerstandes an anderen Orten spielen.

Unsere gesamte Propaganda- und Agitationsarbeit mit der Perspektive unserer Kampagne zum fünfzigsten Jahrestag wird einerseits die Bildung unseres Volkes und unserer Freund:innen im Rahmen des Paradigmas der Führung verbessern und einen erfolgreichen ideologischen Kampf führen. Andererseits wird sie auf ein Niveau gebracht, das die spezielle psychologische Kriegsführung des Feindes besiegt und die richtige und wirksame Propaganda des revolutionären Krieges ermöglicht.

Im fünfzigsten Jahr wird unsere Tätigkeit in der Literatur und Kunst die wichtigste operative Praxis offenbaren, um einerseits die Angriffe des Ethnozids zu bekämpfen und zu vereiteln und andererseits die Kulturrevolution in all ihren Pfeilern voranzubringen, die unsere Freiheitsrevolution braucht.

Unsere akademische Ausbildung und unsere theoretischen Arbeiten werden das theoretisch-ideologisch-philosophische Niveau unserer Bewegung in ihrem fünfzigsten Jahr widerspiegeln und ein Forschungsniveau aufrechterhalten, das ausreicht, um die von Rêber Apo eingeleitete intellektuelle Revolution weiterzuentwickeln und zu verbreiten, und die Kader für unsere Kampfbedürfnisse zu schulen.

Eine der wichtigsten Aktivitäten des fünfzigsten Jahres werden natürlich unsere Außenbeziehungen und Bündnisarbeiten sein. Unsere Komitees und Vertretungen, die in allen Bereichen diplomatisch tätig sind, werden großen Wert darauf legen, Beziehungen zu den Völkern der Türkei, Syriens, des Iraks und des Irans zu knüpfen, Bündnisse zu schließen, gemeinsame Kämpfe und alle Arten von Vereinigungen, einschließlich strategischer Bündnisse, einzugehen. Die Demokratische Union des Mittleren Ostens wird ihre Aktivitäten auf allen Ebenen mit allen Völkern der Großregion entwickeln, insbesondere mit den türkischen, arabischen, persischen, armenischen und assyrischen Völkern. Ebenso wird sie unsere Beziehungen und Bündnisse mit Arbeiter:innen und Werktätigen, insbesondere mit Frauen- und Jugendbewegungen, mit ökologischen Organisationen und Bewegungen, mit allen antifaschistischen und antikapitalistischen Kräften stärken, um die globale Demokratiebewegung auf allen Ebenen und gemeinsam zu entwickeln. Sie wird offen sein für taktische Beziehungen mit allen und wird versuchen, den AKP/MHP-Faschismus zu entlarven und zu isolieren, indem sie die Widersprüche innerhalb des staatlich gelenkten Systems ausnutzt.

Alle unsere Parteikomitees und -organisationen werden initiativ handeln, um eine erfolgreiche revolutionäre Praxis zu verwirklichen, indem sie alle Arten von Entscheidungen und Plänen treffen, die für den Sieg des fünfzigsten Jahres in ihren Aufgabenbereichen notwendig sind.

Auf dieser Grundlage rufen wir insbesondere unsere Parteikomitees und -organisationen, alle unsere Parteigenoss:innen, unsere heldenhaften Partisan:innen, unsere Frauen- und Jugendbewegungen und alle unsere patriotischen Menschen aus allen Bereichen des Lebens auf, die Wahrheit unserer Führung und Partei zu verstehen, ihre Aufgaben mit der richtigen Einstellung zu erfüllen, sie stärker zu umarmen und die Kampagne Dem Dema Azadiyê in ihrem fünfzigsten Jahr zum Sieg zu führen.

Wir laden alle revolutionären und demokratischen Organisationen, Frauen- und Jugendbewegungen, Organisationen der Werktätigen, alle unterdrückten Völker der Türkei, die unsere lieben Freundinnen und Freunde sind, dazu ein, unseren vereinten revolutionären Kampf gegen das kolonialistisch-genozidale System des türkischen Staates in diesem Jahr weiter zu verstärken, um eine demokratische Türkei zu schaffen, den AKP/MHP-Faschismus zu zerschlagen und die Freiheit der Kurd:innen zu sichern!

Wir rufen die revolutionären und demokratischen Kräfte des Nahen Ostens, die Frauen- und Jugendorganisationen, die antikapitalistischen und antiimperialistischen Kreise, insbesondere die arabischen Gemeinschaften auf, den Kampf gegen die Fremdherrschaft in unserer Region und die kollaborativen nationalstaatlichen Diktaturen zu führen, um gemeinsam mit allen unterdrückten Völkern in Nah- und Mittelost die Freiheit und Demokratie zu erreichen und den demokratischen Konföderalismus zu praktizieren, in dem unsere Völker frei und in Geschwisterlichkeit leben.

Wir rufen alle sozialistischen, revolutionären und demokratischen Kräfte der Welt, Frauen- und Jugendorganisationen, Ökologiebewegungen, die arbeitende Klasse, alle antikapitalistischen und antiimperialistischen Parteien und Organisationen, antifaschistische und demokratische Kreise auf, sich gegen das System Staat und Macht und die Ordnung der kapitalistischen Moderne, die ständig Krankheiten produziert, zu wehren, um einen demokratischen Weltkonföderalismus zu schaffen, in dem alle frei und demokratisch leben, indem sie gemeinsam den Kampf für Freiheit, Demokratie und Geschwisterlichkeit führen!

Mögen sich alle Arten von Reaktionären überall fürchten, die revolutionäre Strömung des Jahrhunderts, die Apoisten, kommen! Die apoistische Wahrheitsrevolution breitet sich Schritt für Schritt auf allen Gebieten aus!

Was wir in den letzten 49 Jahren getan haben, spiegelt wider, was wir im fünfzigsten Jahr der Führung und der PKK tun werden!
Im Rahmen dieser Aufrufe feiern wir das Freiheitsfest Newroz aller unserer Weggefährt:innen, Rêber Apos, unseres patriotischen Volkes und unserer revolutionär-demokratischen Freund:innen; wir rufen dazu auf, das fünfzigste Jahr der Führung und der Partei zum größten Jahr des Kampfes und des Sieges in unserer Geschichte zu machen!

Nieder mit der faschistisch-kolonialen, völkermörderischen Diktatur!
Lang lebe unser Kampf für Freiheit und Demokratie!
Lang lebe unser fünfzigjähriger Widerstand!
Es leben die siegreichen Pionier:innen unseres Volkes, PKK und PAJK!
Es lebe Newroz!
Es lebe Rêber Apo!“[1]
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